Bürgerversammlung 2004
( Nachtrag zur Bürgerversammlung vom 17. März 2003; d. Red.)
Ortsteil ist stolz auf Einwohnerzuwachs
Straßenerneuerung und neue Fenster für die Grundschule

Pleißa. Miteinander ins Gespräch zu kommen, ist das Anliegen der Bürgerversammlungen, zu denen die Stadtverwaltung in jedem Jahr in den Ortsteilen einlädt. Nach Bräunsdorf hatten am 17. März die Einwohner von Pleißa Gelegenheit, sich speziell zu ihrem Ortsteil über „Erreichtes im vergangen Jahr und Vorhaben für 2003" zu informieren. Oberbürgermeister Dr. Hans-Christian Rickauer eröffnete die Versammlung und begrüßte alle Bürger, die ins Rathaus Pleißa gekommen waren. Zuerst gab Carsten Schmidt, Dezernent für Wirtschaft und Finanzen, einen Einblick in die finanzielle Situation der Stadt. Die wirtschaftlichen Probleme auf Landes- und Bundesebene machen es den Kommunen zunehmend schwerer, einen ausgeglichenen Haushalt zu erarbeiten. „Steuerausfälle einerseits und steigende Preise andererseits lassen die finanzielle Schere immer weiter auseinanderklaffen. Das ist inzwischen nicht nur ein Problem der neuen Bundesländer, auch Kommunen in den alten Bundesländern sind davon betroffen", so der Stadtkämmerer.
Sieben Millionen Euro weniger
Seit der Beschlussfassung in der Februar-Sitzung des Stadtrates habe Limbach-Oberfrohna einen ausgeglichenen Haushalt aufzuweisen. Beim Volumen habe es aber einen Rückgang um sieben Millionen Euro gegeben. „Wir sind froh, bei allem Sparen neben den Pflichtaufgaben auch noch eine ganze Reihe freiwilliger Aufgaben erfüllen können. Dazu zählt auch die Verein-sunterstützung", hob Carsten Schmidt hervor.
Bürgermeister Lothar Hohlfeld freute sich berichten zu können, dass unter den jetzigen schwierigen Bedingungen gerade im Bereich Straßenbau wichtige Vorhaben im Stadtgebiet geplant sind. Auch das Straßenbauamt Zwickau will auf über zwölf Kilometern Staatsstraßen in Ordnung bringen. In Pleißa soll die Ortsdurchfahrt der S 242 wieder in Schuss gebracht werden. Auch die Meinsdorfer Straße von der Rossdrehe bis Eingang Meinsdorf bekommt eine Schönheitskur verordnet.
1. Etappe für neue Fenster
Weiterhin ist in diesem Jahr die erste Etappe der Fenstererneuerung in der Grundschule Pleißa geplant. Nach dem Hochwasser im vergangenen Jahr sei auch die in Pleißa schwierige Frage des Wassers brisant in den Blickwinkel gerückt worden. Hier sei in den nächsten Jahren Handlungsbedarf. Für den Pleißenbach müssten Konzepte entwickelt werden, die auch den immensen Wassereintrag von den Feldern und die Erhöhung des Grundwasserspiegels berücksichtigen, benannte der Bürgermeister eine langfristige Arbeitsaufgabe, der man sich stellen muss. Dietrich Oberschelp, Dezernent für allgemeine Verwaltung und Kultur, informierte, dass im gesamten Stadtgebiet in diesem Jahr mehr als 140 Veranstaltungen geplant sind. Die meisten davon werden über die Vereine organisiert. Neben dem Hexenfeuer, das in mehreren Stadtteilen einen festen Platz gefunden hat, steht in Pleißa in diesem Jahr wieder das Dorffest auf dem Veranstaltungskalender. Ein weiterer Höhepunkt wird das zehnjährige Bestehen des Schützenvereins Pleißa und das traditionelle Drachenfest sein.
Einwohnerzahl steigt beachtlich
Im Dezember sind eine Kaninchenausstellung und das Adventssingen geplant. Ortsvorsteher Michael Nessmann berichtete stolz, dass die Einwohnerzahl in Pleißa einen beachtlichen Zuwachs verzeichnen konnte. Dass die 2300 Pleißaer sich im Ortsteil wohl fühlen, führte er nicht nur auf verbesserte Wohnbedingen, die Schule und den Kindergarten zurück, sondern auch auf das Gemeinschaftsgefühl und die rege Vereinsarbeit, die die Menschen verbindet. Als Beispiel nannte er das 12. Dorffest, zu dem sicher auch in diesem Jahr an drei Tagen wieder Besuchermassen aus Nah und Fern nach Pleißa pilgern werden. Unter Federführung des Heimatvereins bringen sich alle Vereine von Pleißa bei der Vorbereitung ein und tragen so zum Gelingen des Festes bei. „Pleißa hat seinen Vereinen viel zu verdanken", hob der Ortsvorsteher hervor. Auch das 50-jahrige Bestehen des Kindergartens und der Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr soll den Pleißaern Gelegenheit geben, das Gemeinschaftsgefühl zu pflegen.
"Ich freue mich das es dem Hundesportvereinen Pleißa und Limbach gelungen ist, die Sachsenmeisterschaft für Wach- und Gebrauchshunde am 15. Mai in unsere Stadt zu holen." , so Michael Nessmann.
Im zweiten Teil der Veranstaltung nutzten die Bürger von Pleißa die Gelegenheit der Verwaltung Fragen zu stellen. Die meisten Fragen richteten sich insbesonders zum Thema Straßenbau, Verkehrssicherheit, Eigentums- und Grundstücksangelegenheiten, aber auch das Thema Lärmbelästigung sowie Ordnung und Sicherheit auf nicht genutzten Baugrundstücken kam zur Sprache. Oberbürgermeister Rickauer bedankte sich für die Informationen, die der Verwaltung wichtige Anregungen für ihre Arbeit geben.
WG/hie (Quelle: "Wochenspiegel"; 26. März 2003; S. 8 + "Stadtspiegel" vom 03. April 2003)
< Entweder hat sich hier der "berühmt - berüchtigte Druckfehlerteufel" eingeschlichen
oder der Kindergarten wurde, ohne unser Wissen, in die Schule verlegt!?
 
Bürgerversammlung am 9.Februar 2004 Rathaussaal Pleißa

Anwesend sind: Herr OB Dr.Rickauer; Herr Bigl, Kulturamt; Herr Oberschelp, Dezernent für Verwaltung und Kultur; Herr Nessmann, Ortsvorsteher Pleißa; Herr Hohlfeld, Bürgermeister; Herr Körner, Finanzverwaltung; Frau Biering, Ordnungsamt; Herr Hering, Stadtbauamt und Bürgerinnen und Bürger aus Pleißa.
Am Anfang sprach Herr OB Dr.Rickauer über Geschafftes und dass es gelungen ist, Pleißa in seiner ländlichen Struktur zu erhalten. Des Weiteren sprach er über den erfolgreichen Dienst des Ortschaftsrates, der wieder zur Wahl steht und dass Kandidaten gesucht werden.
Herr Hohlfeld sprach über einige neue Baumaßnahmen in Pleißa.
Straßenbau: Bau des neuen Hochbehälters erfordert eine Straßensperre der Hohensteinerstr. von 5 Tagen (Höhe ehemaliger Schulgarten). Es steht ein Brückenbau an der Rossdrehe an, Bau der Berohrung des Pleißenbaches vom Feuerwehrplatz bis über die Schulstraße. Weiter sollen die Toilettenanlagen in der Schule erneuert werden sowie das Einziehen der neuen Fenster an der Schule weitergehen. Der Straßenbau innerhalb von Pleißa kann nur durch Ausbesserung geschehen. Über ABM sollen die Wald- und Wanderwege gekennzeichnet werden und die Bachbettsanierung weiter gehen.
Das heikle Thema „Straßenumbenennung" und „einheitliche PLZ" kam natürlich auch zur Sprache. Ab November sollen die Straßennamen geändert werden und die einheitliche PLZ durchgesetzt sein. Danach wird es eine halbjährliche Übergangsfrist geben, dass auch Post mit „alten" Bezeichnungen noch zugestellt wird. Der Stadtspiegel wird in seiner nächsten Ausgabe darüber berichten. Herr OB Dr.Rickauer betonte die Dringlichkeit der Straßenumbenennung wegen des Notdienstes, der in der Regel oft über 110 oder 112 eingeht und so Verwechslungen der Straßen dann nicht mehr möglich sind. Die Kosten wie z.B. Visitenkarten, Anschriften, Stempel auf Briefbögen u.ä. werden beim Bürger liegen. Die Stadt bemüht sich aber um eine Vergünstigung bei den Meldestellen und Ämtern.
Kritik wurde laut über die Belastung der Dorfstraßen bei Umleitung der Staatsstraße. „Die Straßen seien den Belastungen nicht gewachsen".
Weiter wurde besprochen, ob nicht im Sinne eines sicheren Schulweges die Beleuchtung auf dem Kirchsteig verbessert werden kann und ob an einigen Tagen Schneeberäumung möglich ist. Die Verunreinigung des Kirchsteiges durch Hundekot war auch ein Thema. Hier kann man nur an die Vernunft der Hundehalter immer wieder appellieren. Da der Kirchsteig ein wichtiger Schulweg ist, ist dies auch eine Frage der Hygiene. Die Kinder schleppen den Hundekot oft mit in die Schule bzw. nach Hause.
Zu Fragen des Ortsrechtes wurde mitgeteilt, dass die „Akte" auf dem Limbacher Rathaus einsehbar ist und auch über das „virtuelle Rathaus" im Internet jederzeit einsehbar und kopierbar sei.
Des Weiteren gab es Anfragen über Geschwindigkeitsbegrenzung und Raserei.
Wichtig sei noch gesagt, dass in diesem Jahr wieder ein Dorffest stattfindet, Sommerfest der Feuerwehr, Drachenfest, Adventssingen und was aus der Situation geboren wird (z.B. Blutspendeaktionen in der Feuerwache).

ãGeMo 2004

 
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Pleissa wie es ist
Verwaltung stand Bräunsdorfern und Pleißaern Rede und Antwort
Wie in den vergangenen Jahren hatte die Stadtverwaltung auch 2004 wieder zu Bürgerversammlungen in den Ortsteilen eingeladen. Anfang Februar fanden diese bereits in Bräunsdorf und Pleißa statt. Zu Beginn informierte Oberbürgermeister Dr. Hans-Christian Rickauer über die Änderung der Hauptsatzung hinsichtlich der Ortschaftsverfassungen. Was wie eine Formalie anmutet, hat für die ländlichen Ortsteile eine große Bedeutung für die Bewahrung ihrer Identität. Bis 2009 sollen die Ortschaftsräte - die in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Stadtverwaltung viel bewegt haben -bestehen bleiben. Dann entscheidet der Stadtrat erneut. (Ausführlicher Bericht im „Stadtspiegel" Nr. 4/2004). „Ich möchte alle ganz herzlich bitten, die Ortschaftsverfassung mit Leben zu erfüllen und sich zur Mitarbeit im Ortschaftsrat bereit zu erklären. Dies ist wichtig für das Gemeinwohl und ein Blick zurück zeigt, dass gemeinsam bereits viel geschaffen wurde", betonte das Stadtoberhaupt.
Stadtkämmerer Carsten Schmidt gab im Anschluss einen Überblick über die schwierige Finanzsituation und den trotz allem ausgeglichenen Haushalt 2004. Dieser sieht Investitionen in Höhe von 12,6 Millionen Euro vor, die zu einem großen Teil auch den Ortsteilen zu Gute kommen. Er nannte bei dieser Gelegenheit interessante Zahlen aus der Vergangenheit. Seit der Eingemeindung flössen l ,8 Millionen Euro nach Pleißa und l ,7 Millionen wurden in Bräunsdorf investiert. „In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt in Bräunsdorf auf der Sanierung der Turnhalle, deren Zufahrt bereits 2003 neu gebaut wurde. In Pleißa sind wir weiter mit der Sanierung der Grundschule und der Unterstützung der Arbeiten am Sportplatz beschäftigt", betonte Bürgermeister Lothar Hohlfeld. Dietrich Oberschelp, Dezernent für allgemeine Verwaltung und Kultur, blickte noch einmal auf den Kampf um den Erhalt der Grundschule zurück. Mit der erfolgreichen Gründung der evangelischen Grundschule konnte der Standort durch das Engagement des Vereins erhalten werden. „Trotz verschlechterter Bedingungen bekennt sich die Stadt auch weiter zu ABM: 20 Maßnahmen mit rund 80 Beschäftigten sind für dieses Jahr geplant.
In Bräunsdorf werden vorwiegend Arbeiten an Wald- und Wanderwegen sowie zur Verbesserung des Wohnumfeldes erfolgen", betonte der Dezernent. Dies trifft auch für Pleißa zu - zusätzlich gehen dort die Arbeiten an der Ortschronik weiter.
Nachdem Kulturamtsleiter Thomas Bigl erklärte, dass die Kulturarbeit trotz knapper Kassen in der Stadt weiterhin groß geschrieben wird und er sich schon jetzt auf HighIights wie das Seifenkistenrennen in Bräunsdorf oder das Dorffest in Pleißa freue, ergriffen die jeweiligen Ortsvorsteher das Wort.
In Bräunsdorf betonte Hartmut Reinsberg, dass mit Fug und Recht gesagt werden kann, dass alle Vereinbarungen des Eingemeindungsvertrages umgesetzt wurden und die damaligen Ängste in der Bevölkerung unbegründet waren. Michael Nessmann hob in Pleißa besonders hervor, dass sich in den letzten Jahren die Einwohnerzahl enorm erhöht hat. Er brachte auch seine Freude über die Weiterführung der Ortschaftsräte zum Ausdruck. Genau wie Hartmut Reinsberg war er der Meinung, dass diese in den vergangenen Jahren viel bewegt haben. Anschließend konnten die Besucher der Bürgerversammlungen ihre Hinweise und Anregungen an die Verwaltung weiter geben. Große Themen waren der Winterdienst, die bevorstehende Umbenennung von Straßen sowie die Schulen und Sportstätten.

Quelle: „Stadtspiegel" vom 04. März 2004
Bürgerversammlung in Pleißa
Unter dem Thema. „Erreichtes im vergangenen Jahr - Vorhaben für 2007" fand am 29. Januar 2007 die Bürgerversammlung in Pleißa statt. Einleitend informierte Oberbürgermeister Dr. Hans-Christian Rickauer zum Sachstand bei der Erarbeitung des Stadtentwicklungskonzep­tes 2020. Über Kernpunkte des Haushaltes berichtete Stadtkämme­rer Garsten Schmidt. Bürgermeister Lothar Hohlfeld gab anschlie­ßend einen Überblick über die im vergangenen Jahr bewältigten Bauvorhaben im Stadtgebiet. In diesem Jahr ist geplant, die Fen­stersanierung an der Grundschule Pleißa für fast 50.000 Euro fortzu­setzen. Im Bereich Tiefbau soll gemeinsam mit der Stadt Chemnitz in Pleißa der Hochwasserschutz am Pleißenbach weiter verbessert werden. Dazu werden in diesem Jahr Untersuchungen für den För­dermittelantrag veranlasst. Dietrich Oberschelp, Dezernent für All­gemeine Verwaltung und Kultur, gab einen Ausblick auf die Veran­staltungshöhepunkte in diesem Jahr. Insgesamt können sich die Limbach-Oberfrohnaer auf fast 300 Veranstaltungen freuen. Dies sei nur durch das große ehrenamtliche Engagement der Vereine möglich, betonte der Dezernent. Ortsvorsteher Michael Nessmann berichtete, dass Pleißa seit dem vergangenen Jahr wieder durch eine Ortstafel geschmückt wird. Das Dorffest und das Fest zum 130-jähige Bestehen der Ortsfeuerwehr Pleißa waren gut besucht. In diesem Jahr wird das Dorffest vom 22. bis 24. Juni sicher wieder ein Höhepunkt. Auch das Herbst- und Drachenfest soll wieder stattfin­den. Hier erhofft man sich diesmal etwas mehr Wind. Nicht verges­sen wird natürlich das 95-jährige Bestehen des Pleißaer Fußballver­eins und das Jubiläum des Hundesportvereins. Bei der anschlie­ßenden Diskussion äußerten eine Reihe von Bürgern ihren Unmut über den noch nicht abgeschlossenen Brückenbau an der Rossdre­he. „Der Bauablauf entspricht weder unseren, noch den Vorstellun­gen der Bürger", zeigte Oberbürgermeister Dr. Rickauer Verständnis für die Verärgerung. Da aber das Staatliche Straßenbauamt Zwickau für die Straße und das Bauvorhaben zuständig ist, hat die Stadt nur wenig Möglichkeit, in die Ausführung des Bauvorhabens einzu­greifen. Weitere Anfragen konnten vor Ort geklärt werden, bzw. werden von der Verwaltung schriftlich beantwortet.
Quelle : „Stadtspiegel" vom 01. März 2007
Busverbindungen und Internet: Das sind die Probleme in Pleißa
( Holla !? Wir schreiben a.d. 2016 !? - Anm. der Red. )
Einwohnerversammlung: Gäste stellen Fragen zu Flüchtlingen, Einkaufsmärkten und einem Ortsschild
PLEISSA- Gut 30 Pleißaer sind am Dienstagabend zur Einwohnerver­sammlung ins alte Rathaus ge­kommen. Zunächst informierte die Stadtverwaltung über Bauvor­haben, dann folgte eine mehr als einstündige Fragerunde. Die „Freie Presse" nennt die wichtigsten Fra­gen und Antworten.
Welche Ideen gibt es, um die Ver­kehrsverbindungen von Pleißa und Limbach-Oberfrohna nach Chemnitz zu verbessern?
Für ihn sei das Chemnitzer Modell, das eine Schienenanbindung Limbach-Oberfrohna vorsieht, nach wie vor wünschenswert, sagte Ober­bürgermeister Jesko Vogel. Aber die Umsetzung sei wegen hoher Kosten fraglich. „Realistischer erscheint mir, dass wir die Busverbindungen verbessern."
Dann müsste aber der Umstieg in Limbach-Oberfrohna klappen. Wenn man aus Pleißa dort an­kommt, ist der Bus in Richtung Chemnitz meistens gerade abge­fahren.
Das Rathaus prüft derzeit, ob in der Stadt ein zentraler Umstiegspunkt geschaffen werden kann, den es der­zeit nicht gibt. Laut Vogel sind dafür Flächen am Limbomar denkbar. Die Planung befinde sich aber noch am Anfang und sei schwierig umzuset­zen. „Das Busnetz ist ein hochkom­plexes Gebilde", sagte Vogel. Er sei in Gesprächen mit Busunternehmen und dem Verkehrsverbund.
In Pleißa gibt es keinen Ein­kaufsmarkt mehr. Wird sich das bald ändern?
Die Stadt könne keinen Händler zwingen, einen Markt in Pleißa zu eröffnen, stellte Vogel fest. Auch aus diesem Grund sei eine Verbesserung der Busverbindungen wichtig. „Ziel muss sein, dass die Leute auch ohne Auto die Kernstadt gut erreichen können."
Werden Flüchtlinge in den ehe­maligen Nettomarkt in Pleißa einziehen?
Aller Voraussicht nach nicht. Ein Anwohner hat gegen das Vorhaben Klage eingereicht, berichtete Thilo Schwärm, Fachbereichsleiter Ord­nungsangelegenheiten. „Wir müs­sen erst das Urteil des Verwaltungs­gerichts abwarten." Vogel bevorzugt ohnehin andere Objekte für die Un­terbringung von Asylbewerbern et­wa das ehemalige Krankenkassen-Gebäude an der Oststraße. „Ich halte den Nettomarkt für nicht geeignet", sagte der Oberbürgermeister. Er schloss aber nicht aus, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch in Pleißa Asylbewerber untergebracht wer­den. Das hänge von den künftigen Flüchtlingszahlen ab.
Die Internetverbindung in Plei­ßa ist sehr langsam. Ist die Stadt hier aktiv? Ist eine Kooperation mit einem Anbieter geplant?
( Zur Erinnerung: Wir schreiben 2016 - aber wir schaffen das ! Anm. der Red. )
„Wir werden dieses Problem in den nächsten Monaten angehen", sagte Vogel. Die derzeitige Situation sei weder für Unternehmen noch für Privatleute tragbar. „Ziel muss ein Glasfaser-Anschluss für jeden Haus­halt sein." Wann dies erreicht wird, hänge auch von der Bereitstellung von Fördermitteln ab. „Mitte 2017 ist wohl realistisch." Laut Michael Claus, Fachbereichsleiter Stadtent­wicklung, wird es eine Ausschrei­bung der Arbeiten geben. Daran könne sich jeder Internet-Anbieter beteiligen.
Was ist mit dem Ortseingangs­schild an der Hohensteiner Stra­ße aus Richtung Limbach pas­siert? Es ist seit Wochen ver­schwunden.
Es ist offensichtlich gestohlen wor­den. „Wir haben jedenfalls nicht an­geordnet, es abzubauen", sagte Schwärm. Das Rathaus werde sich urn Ersatz bemühen, (jop)
Bauprojekte in Pleißa
Grundschule
: Die Sanierung des Gebäudes wird fortgesetzt: Die Hei­zungsanlage wird ausgetauscht, die Fassade energetisch modernisiert. 2016 wird geplant, 2017 gebaut. Gesamtkosten: 728.000 Euro.
Turnhalle: Bis 2019 soll eine neue Turnhalle gebaut werden. Ob sie neben der alten Halle oder direkt an der Schule entsteht, ist noch unklar.
Kita: Die Kita „Krümelkiste" ist voll ausgelastet und soll deshalb 2016 einen Anbau für Krippenkinder erhal­ten. Kosten: 375.000 Euro.
Bäche: Entlang des Pleißenbaches werden Schäden des Hochwassers 2013 beseitigt. An der Straße Zum Lindenhof wird ein Durchlass erneu­ert, am Rehbach entsteht ein Regen­rückhaltebecken, (jop)
Quelle: „Freie Presse" vom 15.01.2016
Einwohnerversammlung in Pleißa
Am 13. Januar hatte die Stadtverwaltung alle Pleißaer zu einer Einwohnerversammlung in das ehemalige Rathaus eingeladen. Der Ratssaal war gut gefüllt, als Oberbürgermeister Dr. Jesko Vogel alle Anwesenden begrüßte und gemeinsam mit Ortsvorsteher Mi­chael Nessmann und Mitarbeitern der Verwaltung über Vorhaben im Jahr 2016 berichtete. Dabei lag der Schwerpunkt natürlich auf dem Ortsteil. Michael Nessmann freute sich sehr, dass eine solche Veranstaltung in Pleißa wieder stattfand und dass so viele Bürger gekommen waren. „Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich höre, dass Pleißa der Ort ist, in dem die meisten neuen Häuser entstehen - das zeigt auch, dass unsere Dorfgemeinschaft funktioniert und wir ein gutes Miteinander pflegen", betonte er. Gerade weil viele Familien in dem Ort leben, ist es aus seiner Sicht sehr gut, dass die Arbeiten an der Grundschule mit der Heizungsumstellung und der Fassaden Sanierung bis 2017 abgeschlossen werden können. „Nach wie vor ist das Vereinsleben bei uns phantastisch und wir freuen uns 2016 auf das 25. Dorffest", erklärte der Ortsvorsteher, der derzeit im Projektbüro auch den „Tag der Sachsen" mit vorbereitet. Andrea Kleindienst vom Fachbereich Finanzen erläuterte anschlie­ßend den Haushaltsplan 2016 und ging besonders auf die Vorhaben im Ortsteil ein. So sind in diesem Jahr der Neubau der Brücke Rot­dorn sowie die Deckenerneuerung des Feldsteiges geplant. Hinzu kommen die schon erwähnten Maßnahmen an der Schule sowie erste Planungsleistungen für den Neubau der Turnhalle, die 2018/19 neu gebaut werden soll. Weiterhin sollen Arbeiten am Kindergarten und Hochwasserschutzmaßnahmen am Rehbach sowie Durchlass Lindenhof realisiert werden. Auf diese ging anschließend auch Michael Claus, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, ein. „Wir haben 43 Maßnahmen zur Beseitigung von Hochwasserschäden im gesamten Stadtgebiet, davon betreffen 18 den Pleißenbach. Von diesen liegen wiederum 13 Vorhaben in der Gemarkung Pleißa zwischen Firma Wunsch und „Tannmühle". Von den veranschlagten rund sieben Millionen Euro entfallen etwa 1,2 Millionen Euro auf den Ortsteil" , so Michael Claus. Er führte anschließend über einige Vorhaben detailliert aus und sprach auch über die Maßnahmen an Kindergarten und Schule. Beim Kindergarten soll beispielsweise ein Anbau für rund 375.000 Euro entstehen, um weitere Krippen­plätze zu schaffen. „Die Schule wollen wir bis 2017 als Ganzes fertigstellen und sind dort derzeit auch wegen der Außenanlagen im Gespräch mit Schulleitung, Bona Vita gGmbH und Eltern", so der Fachbereichsleiter weiter.
Oberbürgermeister Dr. Jesko Vogel betonte im Anschluss, dass die Stadt bei den Hochwasserschutzmaßnahmen schon erhebliche Fortschritte gemacht hat und aus seiner Sicht derzeit auch in Pleißa die Breitbandversorgung eines der größten Probleme darstellt. Hier wurden aber bereits erhebliche Mittel in den Haushalt eingestellt, derzeit bedarf es noch einer sächsischen Richtlinie. „Wir wollen eine vernünftige Versorgung im Stadtgebiet sicherstellen, Pleißa hat dabei in meinen Augen mit oberste Priorität", betonte das Stadtoberhaupt. Die Möglichkeit für Anfragen wurde danach von den Pleißaern rege genutzt - die Themen reichten von Hochwasserschutz über Straßen­bau und -beleuchtung bis hin zum Stand des geplanten Baugebiets „Sonnenwinkel" und zur Unterbringung von Asylbewerbern im Ort.
Quelle: „Stadtspiegel" vom 04.02.2016
 
Pleißaer fordern mehr Wege für Fußgänger und Radfahrer
Einwohnerversammlung: Gäste stellen Fragen zum Verkehr, der alten Turnhalle und einer Stromleitung
PLEISSA - Etwa 30 Pleißaer sind am Mittwochabend zur Einwohner­versammlung ins alte Rathaus ge­kommen. Zunächst informierte die Stadtverwaltung über Bauvor­haben, dann folgte eine Diskussi­on. Die „Freie Presse" fasst Fragen und Antworten zusammen.
An der Straße Zum Kapellen­berg gibt es keinen Fußweg. Ob­wohl dort Tempo 30 gilt, ist es besonders für Kinder gefährlich. Ist der Bau eines Fußwegs ge­plant?
Hoffnung, dass sich die Situation än­dert, gibt es derzeit nicht. Wie Orts­vorsteher Michael Nessmann erklär­te, ist die Straße so eng, dass Anwoh­ner zugunsten eines Fußwegs einen Teil ihrer Grundstücke verkaufen rnüssten. Man habe vor Jahren einen Anlauf genommen, das Projekt we­gen der baulichen Gegebenheiten aber verworfen. Oberbürgermeister Jesko Vogel ergänzte, im Falle eines Fußwegbaus müssten die Anwoh­ner wegen der Erschließungsbeträ­ge-Regelung einen erheblichen Teil der Baukosten tragen. Dies sei schwer zu vermitteln. „Um die Sicherheit zu erhöhen, können wir nur konsequent Geschwindigkeits­kontrollen machen", sagte Vogel.
Gibt es Pläne für den Bau eines Radwegs entlang der Chemnitzer Straße vom Ortsausgang in Richtung Rabenstein?
Es gebe entsprechende Überlegun­gen, sagte Vogel. „Der Freistaat hat ein Programm für Radwege aufge­legt." Wann das Projekt realisiert werden kann, sei aber offen. Gene­rell will die Stadtverwaltung die Be­dingungen für Radfahrer im Ver­kehr verbessern. Dazu soll ein Rad­wegekonzept erstellt werden.
Viele Wanderwege sind in schlechtem Zustand. Im Limbacher Teichgebiet liegen zum Bei­spiel große Steine auf den We­gen. Ist hier Besserung in Sicht?
Dies sei eine Frage der Finanzierbarkeit, stellte Vogel fest. „Wir schwim­men leider nicht im Geld." Auch einige Wege im Stadtpark müssten instand gesetzt werden. Dies habe für die Verwaltung Priorität.
Wie ist der Stand beim Bau der neuen Stromleitung, die von Röhrsdorf nach Thüringen füh­ren soll ? Wird sie über Pleißaer Gebiet verlaufen?
Für den Neubau, mit dem eine beste­hende Leitung ersetzt werden soll, stehen im Raum Limbach-Oberfrohna zwei Varianten zur Diskussion. Die bestehende Leitung führt nörd­lich an der Stadt vorbei und über­quert in Niederfrohna die Limbacher Straße. Es könnte aber auch eine Südvariante zwischen Pleißa und der A4 errichtet werden - ne­ben anderen, bereits bestehenden Stromtrassen. Laut Dirk Manthey vorn zuständigen Netzbetreiber 50 Hertz gibt es noch keine Empfeh­lung. Beide Trassen befänden sich, bei der Beurteilung gleichauf. Wei­tere Informationen seien im Inter­net unter www.50hertz.com zu fin­den. Vogel kündigte an, dass sich der Stadtrat am 6. März mit dem Thema befassen wird.
Die Zustände in der alten Turn­halle in Pleißa sind zum Teil un­zumutbar. Es gibt nur eine Du­sche, und die ist verkeimt.
Die Verwaltung werde die Anre­gung prüfen, sagte Amtsleiter Thilo Schwärm. Geld zur Instandhaltung sei im Haushalt eingestellt. Es lohne sich, in die alte Turnhalle zu inves­tieren, da sie trotz des geplanten Neubaus erhalten werden soll, (jop)
Bauprojekte in Pleißa
Grundschule: Die Sanierung des Gebäudes wird fortgesetzt. In diesem Jahr wird die Fassade energetisch sa­niert. 2018 sollen dann die Heizung ausgetauscht und die Außenanlagen instand gesetzt werden. Insgesamt werden 850.000 Euro investiert.
Turnhalle: Falls Fördermittel fließen, soll in den Jahren 2018 und 2019 eine neue Turnhalle gebaut werden. Sie soll neben der alten Halle entstehen und mit dieser über einen Gang ver­bunden werden. Kalkuliert wird mit Kosten von 2,4 Millionen Euro.
Kita: Der Umbau der Kita „Krümelkis­te" hat bereits begonnen. Mittels eines Anbaus sollen bis zum Sommer 15 weitere Plätze in Krippe und Kin­dergarten geschaffen werden.Kostpn-etwa 700000 Euro (jop)
Quelle: „Freie Presse" vom 20.01.2017
Neue Wege für Radfahrer geplant
Limbach-Oberfrohna soll mit Chemnitz und Wüstenbrand verbunden werden. Zunächst ist aber Geduld gefragt.
-Von Johannes Phöhlandt -
LIMBACH-O./PLEISSA - Es war einer der dringendsten Wünsche, die Bür­ger auf der Einwohnerversamm­lung vergangene Woche in Pleißa vorbrachten: mehr und bessere Rad­wege in die umliegenden Orte. Ge­fragt wurde etwa, ob ein Weg neben der Chemnitzer Straße vom Ortsaus­gang bis zur A4 und weiter in Rich­tung Chemnitz-Rabenstein gebaut werden soll. Es gebe entsprechende Überlegungen, antwortete Oberbürgermeister Jesko Vogel. „Der Frei­staat hat ein Programm für Radwege aufgelegt."
Das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat dies auf Anfrage der „Freien Presse" bestätigt. Laut Sprecherin lsabel Siebert soll ein Radweg auf der genannten Route zwischen Limbach-Oberfrohna und Chemnitz gebaut werden. Die Pleißaer könnten demnach in den Genuss eines weiteren Radwe­ges kommen: Auch zwischen dem Ortsausgang auf der Hohensteiner Straße und dem Ortseingang in Wüstenbrand ist nach Sieberts An­gaben eine solche Verbindung ge­plant. Der Radweg würde an der Auffahrt Wüstenbrand ebenfalls die A4 unterqueren. Die Planungen be­finden sich allerdings noch ganz am Anfang. „Es können derzeit noch keine Aussagen zum Baubeginn, der Fertigstellung, dem Material oder den zu erwartenden Kosten getrof­fen werden", teilt Siebert mit.
Die Vorhaben sind Teil eines Pro­gramms, mit dem in Sachsen 100 Ki­lometer Radwege (je zehn Kilometer in jedem Landkreis) parallel zu Landstraßen gebaut werden sollen. Es ist als Ergänzung zu anderen Pro­grammen gedacht, die unter ande­rem durch EU-Fördermittel finan­ziert werden.
Quelle: „Freie Presse" vom 26.01.2017
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