Bürgerversammlung 2004
( Nachtrag zur Bürgerversammlung vom 17. März 2003; d. Red.)
Ortsteil ist stolz auf Einwohnerzuwachs
Straßenerneuerung und neue Fenster für die Grundschule

Pleißa. Miteinander ins Gespräch zu kommen, ist das Anliegen der Bürgerversammlungen, zu denen die Stadtverwaltung in jedem Jahr in den Ortsteilen einlädt. Nach Bräunsdorf hatten am 17. März die Einwohner von Pleißa Gelegenheit, sich speziell zu ihrem Ortsteil über „Erreichtes im vergangen Jahr und Vorhaben für 2003" zu informieren. Oberbürgermeister Dr. Hans-Christian Rickauer eröffnete die Versammlung und begrüßte alle Bürger, die ins Rathaus Pleißa gekommen waren. Zuerst gab Carsten Schmidt, Dezernent für Wirtschaft und Finanzen, einen Einblick in die finanzielle Situation der Stadt. Die wirtschaftlichen Probleme auf Landes- und Bundesebene machen es den Kommunen zunehmend schwerer, einen ausgeglichenen Haushalt zu erarbeiten. „Steuerausfälle einerseits und steigende Preise andererseits lassen die finanzielle Schere immer weiter auseinanderklaffen. Das ist inzwischen nicht nur ein Problem der neuen Bundesländer, auch Kommunen in den alten Bundesländern sind davon betroffen", so der Stadtkämmerer.
Sieben Millionen Euro weniger
Seit der Beschlussfassung in der Februar-Sitzung des Stadtrates habe Limbach-Oberfrohna einen ausgeglichenen Haushalt aufzuweisen. Beim Volumen habe es aber einen Rückgang um sieben Millionen Euro gegeben. „Wir sind froh, bei allem Sparen neben den Pflichtaufgaben auch noch eine ganze Reihe freiwilliger Aufgaben erfüllen können. Dazu zählt auch die Verein-sunterstützung", hob Carsten Schmidt hervor.
Bürgermeister Lothar Hohlfeld freute sich berichten zu können, dass unter den jetzigen schwierigen Bedingungen gerade im Bereich Straßenbau wichtige Vorhaben im Stadtgebiet geplant sind. Auch das Straßenbauamt Zwickau will auf über zwölf Kilometern Staatsstraßen in Ordnung bringen. In Pleißa soll die Ortsdurchfahrt der S 242 wieder in Schuss gebracht werden. Auch die Meinsdorfer Straße von der Rossdrehe bis Eingang Meinsdorf bekommt eine Schönheitskur verordnet.
1. Etappe für neue Fenster
Weiterhin ist in diesem Jahr die erste Etappe der Fenstererneuerung in der Grundschule Pleißa geplant. Nach dem Hochwasser im vergangenen Jahr sei auch die in Pleißa schwierige Frage des Wassers brisant in den Blickwinkel gerückt worden. Hier sei in den nächsten Jahren Handlungsbedarf. Für den Pleißenbach müssten Konzepte entwickelt werden, die auch den immensen Wassereintrag von den Feldern und die Erhöhung des Grundwasserspiegels berücksichtigen, benannte der Bürgermeister eine langfristige Arbeitsaufgabe, der man sich stellen muss. Dietrich Oberschelp, Dezernent für allgemeine Verwaltung und Kultur, informierte, dass im gesamten Stadtgebiet in diesem Jahr mehr als 140 Veranstaltungen geplant sind. Die meisten davon werden über die Vereine organisiert. Neben dem Hexenfeuer, das in mehreren Stadtteilen einen festen Platz gefunden hat, steht in Pleißa in diesem Jahr wieder das Dorffest auf dem Veranstaltungskalender. Ein weiterer Höhepunkt wird das zehnjährige Bestehen des Schützenvereins Pleißa und das traditionelle Drachenfest sein.
Einwohnerzahl steigt beachtlich
Im Dezember sind eine Kaninchenausstellung und das Adventssingen geplant. Ortsvorsteher Michael Nessmann berichtete stolz, dass die Einwohnerzahl in Pleißa einen beachtlichen Zuwachs verzeichnen konnte. Dass die 2300 Pleißaer sich im Ortsteil wohl fühlen, führte er nicht nur auf verbesserte Wohnbedingen, die Schule und den Kindergarten zurück, sondern auch auf das Gemeinschaftsgefühl und die rege Vereinsarbeit, die die Menschen verbindet. Als Beispiel nannte er das 12. Dorffest, zu dem sicher auch in diesem Jahr an drei Tagen wieder Besuchermassen aus Nah und Fern nach Pleißa pilgern werden. Unter Federführung des Heimatvereins bringen sich alle Vereine von Pleißa bei der Vorbereitung ein und tragen so zum Gelingen des Festes bei. „Pleißa hat seinen Vereinen viel zu verdanken", hob der Ortsvorsteher hervor. Auch das 50-jahrige Bestehen des Kindergartens und der Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr soll den Pleißaern Gelegenheit geben, das Gemeinschaftsgefühl zu pflegen.
"Ich freue mich das es dem Hundesportvereinen Pleißa und Limbach gelungen ist, die Sachsenmeisterschaft für Wach- und Gebrauchshunde am 15. Mai in unsere Stadt zu holen." , so Michael Nessmann.
Im zweiten Teil der Veranstaltung nutzten die Bürger von Pleißa die Gelegenheit der Verwaltung Fragen zu stellen. Die meisten Fragen richteten sich insbesonders zum Thema Straßenbau, Verkehrssicherheit, Eigentums- und Grundstücksangelegenheiten, aber auch das Thema Lärmbelästigung sowie Ordnung und Sicherheit auf nicht genutzten Baugrundstücken kam zur Sprache. Oberbürgermeister Rickauer bedankte sich für die Informationen, die der Verwaltung wichtige Anregungen für ihre Arbeit geben.
WG/hie (Quelle: "Wochenspiegel"; 26. März 2003; S. 8 + "Stadtspiegel" vom 03. April 2003)
< Entweder hat sich hier der "berühmt - berüchtigte Druckfehlerteufel" eingeschlichen
oder der Kindergarten wurde, ohne unser Wissen, in die Schule verlegt!?
 
Bürgerversammlung am 9.Februar 2004 Rathaussaal Pleißa

Anwesend sind: Herr OB Dr.Rickauer; Herr Bigl, Kulturamt; Herr Oberschelp, Dezernent für Verwaltung und Kultur; Herr Nessmann, Ortsvorsteher Pleißa; Herr Hohlfeld, Bürgermeister; Herr Körner, Finanzverwaltung; Frau Biering, Ordnungsamt; Herr Hering, Stadtbauamt und Bürgerinnen und Bürger aus Pleißa.
Am Anfang sprach Herr OB Dr.Rickauer über Geschafftes und dass es gelungen ist, Pleißa in seiner ländlichen Struktur zu erhalten. Des Weiteren sprach er über den erfolgreichen Dienst des Ortschaftsrates, der wieder zur Wahl steht und dass Kandidaten gesucht werden.
Herr Hohlfeld sprach über einige neue Baumaßnahmen in Pleißa.
Straßenbau: Bau des neuen Hochbehälters erfordert eine Straßensperre der Hohensteinerstr. von 5 Tagen (Höhe ehemaliger Schulgarten). Es steht ein Brückenbau an der Rossdrehe an, Bau der Berohrung des Pleißenbaches vom Feuerwehrplatz bis über die Schulstraße. Weiter sollen die Toilettenanlagen in der Schule erneuert werden sowie das Einziehen der neuen Fenster an der Schule weitergehen. Der Straßenbau innerhalb von Pleißa kann nur durch Ausbesserung geschehen. Über ABM sollen die Wald- und Wanderwege gekennzeichnet werden und die Bachbettsanierung weiter gehen.
Das heikle Thema „Straßenumbenennung" und „einheitliche PLZ" kam natürlich auch zur Sprache. Ab November sollen die Straßennamen geändert werden und die einheitliche PLZ durchgesetzt sein. Danach wird es eine halbjährliche Übergangsfrist geben, dass auch Post mit „alten" Bezeichnungen noch zugestellt wird. Der Stadtspiegel wird in seiner nächsten Ausgabe darüber berichten. Herr OB Dr.Rickauer betonte die Dringlichkeit der Straßenumbenennung wegen des Notdienstes, der in der Regel oft über 110 oder 112 eingeht und so Verwechslungen der Straßen dann nicht mehr möglich sind. Die Kosten wie z.B. Visitenkarten, Anschriften, Stempel auf Briefbögen u.ä. werden beim Bürger liegen. Die Stadt bemüht sich aber um eine Vergünstigung bei den Meldestellen und Ämtern.
Kritik wurde laut über die Belastung der Dorfstraßen bei Umleitung der Staatsstraße. „Die Straßen seien den Belastungen nicht gewachsen".
Weiter wurde besprochen, ob nicht im Sinne eines sicheren Schulweges die Beleuchtung auf dem Kirchsteig verbessert werden kann und ob an einigen Tagen Schneeberäumung möglich ist. Die Verunreinigung des Kirchsteiges durch Hundekot war auch ein Thema. Hier kann man nur an die Vernunft der Hundehalter immer wieder appellieren. Da der Kirchsteig ein wichtiger Schulweg ist, ist dies auch eine Frage der Hygiene. Die Kinder schleppen den Hundekot oft mit in die Schule bzw. nach Hause.
Zu Fragen des Ortsrechtes wurde mitgeteilt, dass die „Akte" auf dem Limbacher Rathaus einsehbar ist und auch über das „virtuelle Rathaus" im Internet jederzeit einsehbar und kopierbar sei.
Des Weiteren gab es Anfragen über Geschwindigkeitsbegrenzung und Raserei.
Wichtig sei noch gesagt, dass in diesem Jahr wieder ein Dorffest stattfindet, Sommerfest der Feuerwehr, Drachenfest, Adventssingen und was aus der Situation geboren wird (z.B. Blutspendeaktionen in der Feuerwache).

ãGeMo 2004

 
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Pleissa wie es ist
Verwaltung stand Bräunsdorfern und Pleißaern Rede und Antwort
Wie in den vergangenen Jahren hatte die Stadtverwaltung auch 2004 wieder zu Bürgerversammlungen in den Ortsteilen eingeladen. Anfang Februar fanden diese bereits in Bräunsdorf und Pleißa statt. Zu Beginn informierte Oberbürgermeister Dr. Hans-Christian Rickauer über die Änderung der Hauptsatzung hinsichtlich der Ortschaftsverfassungen. Was wie eine Formalie anmutet, hat für die ländlichen Ortsteile eine große Bedeutung für die Bewahrung ihrer Identität. Bis 2009 sollen die Ortschaftsräte - die in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Stadtverwaltung viel bewegt haben -bestehen bleiben. Dann entscheidet der Stadtrat erneut. (Ausführlicher Bericht im „Stadtspiegel" Nr. 4/2004). „Ich möchte alle ganz herzlich bitten, die Ortschaftsverfassung mit Leben zu erfüllen und sich zur Mitarbeit im Ortschaftsrat bereit zu erklären. Dies ist wichtig für das Gemeinwohl und ein Blick zurück zeigt, dass gemeinsam bereits viel geschaffen wurde", betonte das Stadtoberhaupt.
Stadtkämmerer Carsten Schmidt gab im Anschluss einen Überblick über die schwierige Finanzsituation und den trotz allem ausgeglichenen Haushalt 2004. Dieser sieht Investitionen in Höhe von 12,6 Millionen Euro vor, die zu einem großen Teil auch den Ortsteilen zu Gute kommen. Er nannte bei dieser Gelegenheit interessante Zahlen aus der Vergangenheit. Seit der Eingemeindung flössen l ,8 Millionen Euro nach Pleißa und l ,7 Millionen wurden in Bräunsdorf investiert. „In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt in Bräunsdorf auf der Sanierung der Turnhalle, deren Zufahrt bereits 2003 neu gebaut wurde. In Pleißa sind wir weiter mit der Sanierung der Grundschule und der Unterstützung der Arbeiten am Sportplatz beschäftigt", betonte Bürgermeister Lothar Hohlfeld. Dietrich Oberschelp, Dezernent für allgemeine Verwaltung und Kultur, blickte noch einmal auf den Kampf um den Erhalt der Grundschule zurück. Mit der erfolgreichen Gründung der evangelischen Grundschule konnte der Standort durch das Engagement des Vereins erhalten werden. „Trotz verschlechterter Bedingungen bekennt sich die Stadt auch weiter zu ABM: 20 Maßnahmen mit rund 80 Beschäftigten sind für dieses Jahr geplant.
In Bräunsdorf werden vorwiegend Arbeiten an Wald- und Wanderwegen sowie zur Verbesserung des Wohnumfeldes erfolgen", betonte der Dezernent. Dies trifft auch für Pleißa zu - zusätzlich gehen dort die Arbeiten an der Ortschronik weiter.
Nachdem Kulturamtsleiter Thomas Bigl erklärte, dass die Kulturarbeit trotz knapper Kassen in der Stadt weiterhin groß geschrieben wird und er sich schon jetzt auf HighIights wie das Seifenkistenrennen in Bräunsdorf oder das Dorffest in Pleißa freue, ergriffen die jeweiligen Ortsvorsteher das Wort.
In Bräunsdorf betonte Hartmut Reinsberg, dass mit Fug und Recht gesagt werden kann, dass alle Vereinbarungen des Eingemeindungsvertrages umgesetzt wurden und die damaligen Ängste in der Bevölkerung unbegründet waren. Michael Nessmann hob in Pleißa besonders hervor, dass sich in den letzten Jahren die Einwohnerzahl enorm erhöht hat. Er brachte auch seine Freude über die Weiterführung der Ortschaftsräte zum Ausdruck. Genau wie Hartmut Reinsberg war er der Meinung, dass diese in den vergangenen Jahren viel bewegt haben. Anschließend konnten die Besucher der Bürgerversammlungen ihre Hinweise und Anregungen an die Verwaltung weiter geben. Große Themen waren der Winterdienst, die bevorstehende Umbenennung von Straßen sowie die Schulen und Sportstätten.

Quelle: „Stadtspiegel" vom 04. März 2004
 
Bürgerversammlung in Pleißa
Unter dem Thema. „Erreichtes im vergangenen Jahr - Vorhaben für 2007" fand am 29. Januar 2007 die Bürgerversammlung in Pleißa statt. Einleitend informierte Oberbürgermeister Dr. Hans-Christian Rickauer zum Sachstand bei der Erarbeitung des Stadtentwicklungskonzep­tes 2020. Über Kernpunkte des Haushaltes berichtete Stadtkämme­rer Garsten Schmidt. Bürgermeister Lothar Hohlfeld gab anschlie­ßend einen Überblick über die im vergangenen Jahr bewältigten Bauvorhaben im Stadtgebiet. In diesem Jahr ist geplant, die Fen­stersanierung an der Grundschule Pleißa für fast 50.000 Euro fortzu­setzen. Im Bereich Tiefbau soll gemeinsam mit der Stadt Chemnitz in Pleißa der Hochwasserschutz am Pleißenbach weiter verbessert werden. Dazu werden in diesem Jahr Untersuchungen für den För­dermittelantrag veranlasst. Dietrich Oberschelp, Dezernent für All­gemeine Verwaltung und Kultur, gab einen Ausblick auf die Veran­staltungshöhepunkte in diesem Jahr. Insgesamt können sich die Limbach-Oberfrohnaer auf fast 300 Veranstaltungen freuen. Dies sei nur durch das große ehrenamtliche Engagement der Vereine möglich, betonte der Dezernent. Ortsvorsteher Michael Nessmann berichtete, dass Pleißa seit dem vergangenen Jahr wieder durch eine Ortstafel geschmückt wird. Das Dorffest und das Fest zum 130-jähige Bestehen der Ortsfeuerwehr Pleißa waren gut besucht. In diesem Jahr wird das Dorffest vom 22. bis 24. Juni sicher wieder ein Höhepunkt. Auch das Herbst- und Drachenfest soll wieder stattfin­den. Hier erhofft man sich diesmal etwas mehr Wind. Nicht verges­sen wird natürlich das 95-jährige Bestehen des Pleißaer Fußballver­eins und das Jubiläum des Hundesportvereins. Bei der anschlie­ßenden Diskussion äußerten eine Reihe von Bürgern ihren Unmut über den noch nicht abgeschlossenen Brückenbau an der Rossdre­he. „Der Bauablauf entspricht weder unseren, noch den Vorstellun­gen der Bürger", zeigte Oberbürgermeister Dr. Rickauer Verständnis für die Verärgerung. Da aber das Staatliche Straßenbauamt Zwickau für die Straße und das Bauvorhaben zuständig ist, hat die Stadt nur wenig Möglichkeit, in die Ausführung des Bauvorhabens einzu­greifen. Weitere Anfragen konnten vor Ort geklärt werden, bzw. werden von der Verwaltung schriftlich beantwortet.
Quelle : „Stadtspiegel" vom 01. März 2007
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