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In der Sportwelt ein Begriff: Biehler Sportswear feierte Jubiläum Auch im neuen Jahr gibt es bei den Unternehmen wieder zahlreiche Jubiläen. So konnte Biehler Sportswear im Gewerbegebiet Pleißa West sein 30-jähriges Bestehen feiern. Oberbürgermeister Gerd Härtig schaute deshalb in der ersten Januar-Woche bei Geschäftsführerin Steffi Barm vorbei, die gemeinsam mit ihrem Sohn Sascha Winkler das Unternehmen leitet. Beide sprachen mit dem Stadtoberhaupt natürlich über die aktuelle Lage und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf das Textilunternehmen. Hatten sich besonders im zweiten Corona-Jahr die Umsatzzahlen sehr gut entwickelt, brachen im Frühjahr 2022 plötzlich zahlreiche Aufträge weg. Die Umstände im ersten Halbjahr 2022 waren natürlich eine Herausforderung für viele kleine und mittelständige Unternehmen. Die Konsumbereitschaft der Menschen ist durch die Verunsicherung gesunken. Umso glücklicher waren wir, als sich im zweiten Halbjahr die Situation etwas entspannt hat", betonte die Firmenchefin. Ihr Sohn Sascha Winkler, der in der Geschäftsleitung vor allem für Werbung und Vertrieb zuständig ist, sieht in der Krise auch viele Chancen. So werde sich das Unternehmen umstrukturieren und zukünftig weniger auf Masse, sondern noch mehr auf die Marke und den Endkunden fokussieren. Dabei wollen wir uns weiterhin in Design sowie Qualität von anderen abheben und bei der Produktion auf soziale und nachhaltige Aspekte achten", erklärte er. Das bedeutet perspektivisch auch die Konzentration auf Entwicklung und Musternäherei sowie Vertrieb am Standort Limbach-Oberfrohna, an dem mehr als 20 Mitarbeiter tätig sind. Eine neue Produktionslinie in Portugal wurde bereits aufgebaut - gestiegene Kosten und der Mangel an Fachkräften mache das nötig, so die Unternehmer. Bei dem Bezug von Rohstoffen setzt Biehler ebenfalls auf Lieferanten aus Deutschland und Europa. Rückblick: Die 1993 von Gerda Biehler in Hartmannsdorf gegründete Firma wurde 2004 von Steffi Barth übernommen, die die Lohnnäherei zu einem modernen Unternehmen umstrukturierte. 2011 erfolgte der Umzug in den Firmenneubau an der Eichelbergstraße 16. Eigens designte und entwickelte Rennradbekleidung wurde schnell zum Markenzeichen der Firma. Diese kann bereits seit vielen Jahren über den firmeneigenen Online-Shop bestellt werden. Die Kleidung ist jedoch nicht nur modisch, sondern auch funktional. Bei der Entwicklung gibt es eine enge Zusammenarbeit unter anderem mit dem Textilforschungsinstitut Chemnitz. So konnte beispielsweise ein Radfahrtrikot mit 80-prozentigem UV-Schutz entwickelt werden. Alle Produkte sind Ökotex und Bluesign zertifiziert. Steffi Barth wurde 2015 von der Stadt Limbach-Oberfrohna mit dem Preis Unternehmer des Jahres" ausgezeichnet. 2017 erhielt das Biehler-Team den Chemnitzer Meilenstein" vom Marketingclub Chemnitz für die Art und Weise der Unternehmensführung, wo Innovation keine Phrase sei, sondern täglich über alle Prozesse gelebt" werde. 2020 wurde die Firma unter anderem mit einem Projekt zu Textilien in Rehabilitation, Pflege und Prophylaxe in das Bundesförderprogramm Rubin" aufgenommen. Fabrikverkauf: Montag - Freitag 10 bis 17 Uhr, Eichelbergstraße 16 (GG Pleißa West). Stadtspiegel" 02/2023 |
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Fahrradbekleidung erobert die Welt Shops in Berlin, Hamburg, Schanghai, Peking, Taipeh und Seoul: Syn Global Cycling Club" ist mit seiner Radmode bereits weltweit bekannt. Wie es dazu kam verrät ein Blick in die innovative Unternehmensgeschichte aus Pleißa. VON JONAS PATZWALDT PLEIßA - Radsport ist Trendsport. Bikes werden immer ausgefeilter und teurer. Nicht selten sieht man auch in unserer Gegend Hobbysportler mit Rennrädern, die mehrere Tausend Euro kosten. Eine Marke aus Limbach-Oberfrohna erobert gerade den Markt für die passenden Outfits dazu. Syn Global Cycling Club" ist die Hauptmarke der Firma Biehler Sports aus Pleißa. Syn steht dabei als Kurzform von Syndicate". Bei ihnen kann man Radtrikots, Hosen, Jacken und Westen, Einteiler, Funktionswäsche, aber auch Accessoires und Helme kaufen. 20.000 Bestellungen weltweit kamen im letzten Jahr zusammen. Die Marke wächst laut Geschäftsführer Sascha Winkler jährlich seit Gründung von Syn zwischen 30 und 50 Prozent. Um den Erfolg zu verstehen, muss man einen Blick in die Firmengeschichte werfen. 1991 machte sich der Gründer Biehler als Entwickler von Funktionsunterwäsche für Expeditionen einen Namen. Schon in der DDR entwickelte er im Textilfaserkombinat Spezialfasern und gründete das Unternehmen in einer Zeit, als die Textilindustrie massiv abwanderte. 2003 kaufte dann die studierte Textiltechnologin Steffi Barth aus Chemnitz die Firma. Aus anfangs vier Mitarbeitern in Limbach-Oberfrohna, die vom Zuschnitt bis zum Druck alles selbst machten, wurde durch die Verbindung zum Radsport ein Betrieb, der 2016 Großkunden wie das Skoda Cycling Team und Radsportsponsoren wie die Telekom und Deutsche Post belieferte. Doch genau dieser Erfolg offenbarte die Grenzen: Der Name Biehler war international kaum aussprechbar", sagt Sascha Winkler, der seit 2016 zusammen mit Barth das Unternehmen führt. Außerdem muss man als Teambekleidungs-Hersteller produzieren, was anderen gefiel -nicht, was man selbst für ästhetisch und richtig hielt." Winkler ist ausgebildeter Multimediagestalter und Kommunikationsdesigner. 2017 wagten Sascha Winkler und Steffi Barth den mutigen Schritt und starteten parallel die Marke Syn mit dem Ziel, eine Radsport-Community aufzubauen, die sich über die Kleidung aus Limbach-Oberfrohna identifiziert Das machte sich bezahlt Mit der Pandemie brachen viele Radsport-Events und damit Aufträge für Biehler Sports weg. Gleichzeitig boomte aber der individuelle Sportmarkt. Durch den Lockdown nahmen sich viele lange Radtouren vor und investierten in das Hobby. Dort knüpfte Syn" an. Durch gezieltes Marketing baut Syn eine Sportgemeinschaft auf der ganzen Welt auf. Obwohl das Hauptquartier in Limbach bleibt, betreibt die Firma Klubhäuser, die wie Shops funktionieren, unter anderem in Berlin, Hamburg, Shanghai, Peking, Taipeh und Seoul. Besonders Kunden in Asien schätzten unsere Qualität und Nachhaltigkeit", erklärt Winkler. Bald sollen weitere in Dresden, Zürich und Kopenhagen folgen. Nur in diesen Klubhäusern oder auf der Webseite von Syn kann man die Kleidung kaufen. Gegen einen Vertrieb bei großen Sportketten oder Plattformen wie Amazon entschied man wegen des Preisdrucks bewusst. Auf deine Marke kommt dort schnell ein Rabattschild." Und das passe nicht zu hochwertigen Produkten. Damit die Community wächst, veranstaltet Syn in diesem Jahr 60 Radsport-Events weltweit Mit diesen erreichten sie im letzten Jahr über 15.000 Menschen. Auch deshalb lieferten sie Produkte bereits in 72 verschiedene Länder. Alle Bestellungen werden in Limbach abgewickelt und verschickt. Hier werden weiterhin die Produkte entwickelt und Muster hergestellt. Produziert wird hingegen in Portugal und Litauen. Wir können die Mengen hier nicht mehr herstellen", sagt Winkler. In anderen europäischen Ländern finde man die Produktionsketten, die seit dem Niedergang der Textilindustrie in Sachsen verschwunden sind. Dennoch arbeiten knapp 30 Leute bei Syn in Limbach. Winkler plant, den Standort auszubauen, (jopa) Quelle: Freie Presse" vom 10.03.2026 |
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Firma will in Pleißa weiter wachsen Es riecht ungewöhnlich gut in der Fabrikhalle im Gewerbegebiet Pleißa: Die Firma Atramex feiert ihr zehnjähriges Bestehen am Standort Pleißa. Was als Schweizer Reinigungsmittelhersteller begann, sorgt heute auch für graffiti-geschiitzte Straßenbahnen und fugenlose Böden in Schulen und Büros in Sachsen, Deutschland, Europa und der Schweiz. Da das Geschäft wächst, hat der Konzern bereits die nächste Werkhalle im Blick. Schutz vor Graffiti: Das Geschäft wächst Was haben der RE6, Straßenbahnen der CVAG und Böden in Limbacher Schulen sowie Cafeterien und Großraumbüros in Stuttgart gemeinsam? Auf oder in ihnen landen Chemikalien, die im Chemnitzer Umland von einer Firma angemischt werden. VON JONAS PATZWALDT PLEIßA- Frühlingsduft liegt in der Luft. Das ist nicht nur ungewöhnlich, da es August ist, sondern außerdem eigentlich unpassend, wenn man gerade in einer Fabrikhalle mitten im Industriegebiet steht. Die Firma Atramex hat zu ihrem zehnjährigen Bestehen in Limbach-Oberfrohna ihre Türen geöffnet, hinter denen es auffallend gut riecht. Der Grund dafür sind die riesigen Fässer in der Halle. Im Kerngeschäft stellt das Unternehmen Reinigungsmittel für Großkunden her. Eigentümer Andreas Meier ist Schweizer und hat das Unternehmen auch in der Schweiz gegründet. Als ausgebildeter Chemiker arbeitete er lange bei Henkel. Nachdem das Unternehmen seine Sparte für Fassadenschutz und Reinigung an meinem Standort eingestellt hat, habe ich mich damit selbstständig gemacht", erklärt er. Vor zehn Jahren verlagerte er die komplette Produktion seiner Firma nach Limbach-Oberfrohna. Ich habe aufgrund guter Beziehungen einen Hinweis auf ein verfügbares Grundstück erhalten", erzählt er, Trotzdem war die Umsiedlung ein verrücktes Projekt." In der Schweiz ist die Firma nun nur noch als Holding vertreten, die sich um das Administrative kümmert. Produziert wird ausschließlich in Limbach. Hier arbeiten vier Mitarbeiter in der hoch automatisierten Produktion und zwei weitere Mitarbeiter in Verwaltung und Vertrieb. Einer von ihnen ist Niederlassungsleiter Marcel Körner. Reinigungsmittel sind weiterhin unser Hauptprodukt", erklärt Körner. Diese werden hauptsächlich in der Schweiz verkauft. Auf dem deutschen Markt können wir kaum mithalten." 90 Prozent des Unternehmensumsatzes von circa sechs Millionen Euro jährlich, werden mit Verkäufen in der Schweiz erwirtschaftet, die restlichen zehn Prozent in Deutschland und Europa. Dennoch wächst das Geschäft in Deutschland und Europa laut Körner jährlich um etwa sieben bis acht Prozent. Besonders gefragt seien hier Fassadenschutz und Bodenbeläge. Ersterer kommt neben Fassaden auch auf Zügen der Mitteldeutschen Regiobahn, darunter dem RE6 zwischen Chemnitz und Leipzig, sowie an Trams der CVAG regelmäßig zum Einsatz. Atramex bietet dafür ein zweistufiges System an. Vorhandene Graffiti können mit speziellen Reinigungsmitteln entfernt werden. Anschließend oder bestenfalls zuvor wird die Oberfläche versiegelt, sodass Farbauftrag nicht mehr haften bleibt und sich leichter abwischen lässt. Diese Beschichtung eignet sich laut der Firma neben Zügen sowohl für Beton- und Steinober- flächen als auch für andere Materialien und kommt in verschiedenen Farbtönen. Große Hoffnungen setzt Atramex jedoch in eine eigene Rezeptur von flüssigem Linoleum für fugenlose Böden. Nach rund fünf Jahren am Markt wird das Produkt inzwischen bei regional und überregional eingesetzt, etwa bei der Kita Bärenstark" in Limbach und der FELS-Schule. Außerdem kam das Linoleum bereits in Cafeterien und Großraumbüros in Stuttgart und Mannheim mit über 1000 Quadratmetern Fläche zum Einsatz. Besonders bei Sanierungen in Bestandsgebäuden werden unsere Böden beliebter", erklärt Marcel Körner. In Deutschland hat man bisher immer lieber Böden herausgerissen und neu verlegt", sagt er. Mit Linoleum könne man hingegen auch alte Böden übergießen. Oberbürgermeister Gerd Härtig lobt die Entwicklung der Firma im Gewerbegebiet Pleißa. Neben Atramex steht hier die stark wachsende Containerbaufirma BplusL. Für ihre Container haben wir auch schon Böden verkauft", sagt Marcel Körner. Ähnlich wie es BplusL vorgemacht hat, erwägt nun auch Atramex, am Standort zu wachsen. Für die Produktion der Linoleumböden könnte eine neue Werkhalle infrage kommen, erklären die Chefs beim Termin. Für sie ist es praktisch, dass hinter der bestehenden Halle ein Grundstück mit Vorkaufsrecht für das Unternehmen wartet. (jopa) Quelle: Freie Presse" vom 13.08.2026 |
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