Freiwillige Feuerwehr Pleißa
Katja fühlt sich beim Feuerwehrdienst wohl
Feuerwehr aus Pleißa lädt zum Tag der offenen Tür - Dieses Jahr bereits 30-mal im Einsatz - Feuerwehrförderverein betreut zwei Oldtimer
Von Jürgen Sorge
Pleißa. Die Freiwillige Feuerwehr Pleißa gab am Samstag bei einem Tag der offenen Tür einen Einblick in ihre Arbeit. Die 29 aktiven Mit­glieder der Wehr wurden dieses Jahr bereits zu 30 Einsätzen gerufen. Eine von ihnen ist Katja Reichl. Sie wurde 2001, als die sanierte und erweiterte Pleißaer Feuerwache ein­geweiht worden war, in den aktiven Dienst übernommen. Statt Ölspuren zu beseitigen oder Brände zu be­kämpfen, war sie beim Feuerwehr­fest am Samstag für das Knüppelku­chenbacken zuständig. Die 22-jähri­ge junge Frau fühlt sich in der Feu­erwehr rundum wohl. „Mir gefällt die Kameradschaft und die Gesellig­keit. Durch den Dienst in der Feuer­wehr kommt man aus dem Alltags­trott heraus." Gut findet sie, dass sie als Frau ohne Einschränkung in der aktiven Wehr akzeptiert wird.
Bereits seit dem vierten Schuljahr dabei
Bei der Feuerwehr macht Katja Reichl schon seit dem vierten Schul­jahr mit. Sie erzählt, wie sie in der Jugendfeuerwehr zuerst spielerisch die Grundkenntnisse des Feuer­wehrdienstes vermittelt bekam. Noch bestens in Erinnerung ist ihr auch ein Zeltlager der Jugendfeuer­wehr in Biesern bei Rochlitz.
Inzwischen weiß die junge Frau sogar, wie es bei der Feuerwehr in den USA zugeht. Als sie von 2003 bis '05 als Au-pair-Mädchen in Middleburg, Virginia, arbeitete war sie passives Mitglied der dortigen Freiwilligen Feuerwehr. „Das heißt, ich war bei den Diensten, aber nicht bei den Einsätzen dabei", berichtet Katja Reichl von chromblitzenden Feuerwehrfahrzeugen, die sie noch heute faszinieren. „Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr in den USA und bei uns sind etwa gleich. In den Staaten ist den Wehren aller­dings noch ein Sanitätsdienst zuge­ordnet. Das ist bei uns nur bei den Berufsfeuerwehren üblich."
Dass seine Tochter den Weg zur Feuerwehr gefunden hat, freut Steffen Reichl sehr. Er ist Vorsitzender des Pleißaer Feuerwehrfördervereins, dessen Mitglieder den Tag der offenen Tür organisierten. Aus der vereinseigenen Gulaschkanone ser­vierten die Feuerwehrleute Kessel­gulasch. Zum Fest gehörte eine Technikschau, bei der die Pleißaer Feuerwehrleute neben ihren zwei Einsatzfahrzeugen auch zwei vom Förderverein betreute Oldtimer zeigten. Dabei handelt es sich um ein 1968 gebautes Löschfahrzeug.
Viel betagter ist eine 1931 gebaute Feuerwehrleiter, die damals die Ge­meinde Pleißa neu erworben hatte. Auf einem Anhänger montiert, leis­tete sie viele Jahre gute Dienste. Bis zur Wende war der Hänger noch beim Ausästen von Bäumen im Einsatz.
FEUERWEHR PLEISSA
Die Freiwillige Feuerwehr Pleißa wurde 1876 gegründet. Erster Hauptmann war Anton ]ochmann. Das Spritzenhaus be­fand sich auf der Schulstraße unterhalb des heutigen Pfarramtes. Derzeit zählt die Pleißaer Feuerwehr 29 aktive Mitglieder, neun in der Alters- und Ehrenabteilung so­wie zehn Kinder und Jugendliche in der Ju­gendfeuerwehr. Zu den 30 Einsätzen in diesem Jahr zählen mehrere Einsätze bei der Beräumung von Sturmschäden sowie ein Brand in einer Limbacher Fabrik.
Quelle : „Freie Presse" vom 20. 08. 2007
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Katja Reichl und Pascal Berthold
 
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ALARM !
Alarm-Probe bei der Feuerwehr
Pleißa (UW). Zu einem Unfall mit zwei Verletzten wurde die Pleißaer Feuerwehr am Sams­tag gerufen. Zum Tag der offe­nen Tür stand weniger der Un­fall im Vordergrund, sondern die Zeit zwischen Alarmierung und Ausrücken. Da wurde zum Bei­spiel ein Kamerad beim Schlaf gestört, ein anderer beim Rasie­ren und ein dritter Kamerad musste seinen Arbeitsplatz verlassen, um anderen Hilfe leisten zu können. Das Umziehen er­folgte im Gerätehaus. Dann ging es mit Blaulicht und Martins­horn zum Einsatzort.
Foto: Uwe Wolf
Quelle: „Blick" vom 22. 08. 2007

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Feuerwehr im Einsatz
Berufsfeuerwehrtag in Pleißa
Vom 14. bis 16. September trafen sich Pleißaer und Biesdorfer Kin­der und Jugendliche zum gemeinsamen Ausbildungswochenende in der Feuerwache Pleißa. Biesdorf ist ein Stadtteil von Berlin und die Partnerfeuerwehr von Pleißa. Am Freitagabend wurde gemeinsam gegrillt und damit das Wochenende eröffnet. Am Samstagmorgen ging es 8 Uhr gleich mit Frühsport los und über den Tag verteilt wurden verschiedene Ausbildungsthemen geübt. Unter anderem Erste Hilfe, Aufbau einer Wasserstaustelle, Verkehrsunfall und Brandbekämpfung. Der Aus­bildungsstand ist sehr gut und das Zusammenarbeiten mit anderen Hilfsorganisationen läuft reibungslos. Auch das Hand-in-Hand-Arbeiten mit den Kindern von Biesdorf, die alles mitmachten, lief super und kameradschaftlich ab.
Als Freizeitmöglichkei­ten spielten wir Fußball, Tischtennis, schauten DVDs oder saßen zusammen und redeten.
Am Samstag wurde die Judendfeuerwehr zu fünf Übungseinsätzen alarmiert:
Feuer, Unfall und Rettung von Personen standen auf dem Übungsplan. Auch da zeigten die Mitglieder, dass sie die Ein­sätze problemlos bewältigen können. Alle waren sich einig: Das war nicht der letzte Berufsfeuerwehrtag in Pleißa und wir werden die Freundschaft untereinander weiter ausbauen und pflegen. Wir bedankten uns bei allen, die uns geholfen und unterstützt haben.
Marcel Philipp, Jugendfeuerwehrwart Pleißa
Quelle : „Stadtspiegel" vom 25. 10. 2007
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10 Jahre Jugendfeuerwehr gefeiert
Die Jugendfeuerwehr Pleißa führte vom 12. bis 14. September ihren Berufsfeuerwehrtag durch. An diesem Wochenende wurde auch die Neugründung der Jugendfeuerwehr Pleißa gefeiert. Im Jahr 1998 wur­de durch Arndt Junghanß eine neue Jugendfeuerwehr aufgebaut und geleitet. Leider konnte unser Kamerad Arndt das nicht mehr erleben. Der Freitag ging mit einem kleinen Festessen los, Kameraden der Pleißaer Wehr und die Jugend feierten die 10 Jahre Jugendfeuerwehr. Der Samstag begann mit Frühsport, danach gab es Frühstück und die Aufgaben wurden eingeteilt. Es wurden Übungen und Ausbildung gemacht, dazwischen war Freizeit oder Sport angesagt. Nachgestellte Einsätze, wie ein Verkehrsunfall mit verletzten Personen oder ein Brand zeigten uns, dass der Ausbildungsstand sehr gut ist und die Kinder wissen, was zu machen ist. Der Spaß und die Kameradschaft stand aber im Vordergrund, anderen Menschen helfen zu können, finden auch die Kinder gut und lernen fürs Leben dazu. Das Essen wurde selbst gekocht und es wurde in der Feuerwehr übernachtet. Dies macht den Kindern immer viel Spaß und wird durch den Feuerwehrverein und Kameraden der Pleißaer Ortsfeuerwehr unterstützt. Die Jugendfeuerwehr wird in Zukunft Leben retten und dafür üben sie schon jetzt!
Marcel Philipp, Jugendwart Pleißa
Quelle: „Stadtspiegel" v0m 23.10.2008
 
Moderne Technik für Katastrophenschutz
In Pleißa gibt es ein neues Löschfahrzeug. Das soll aber nicht nur bei Bränden gute Dienste leisten. Zudem können Bürger jetzt im Ernstfall besser gewarnt werden.
VON STEFFI HOFMANN
PLEIßA - Bereits im Sommer 2019 hatte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe angekündigt, insgesamt mehr als 300 neue Löschgruppenfahrzeuge für den Katastrophenschutz im Land zu verteilen. Zu diesem Zeit­punkt gab es auch in Limbach-Oberfrohna kein adäquates Fahrzeug die­ser Art mehr. Der Vorgänger musste vor anderthalb Jahren aus dem Dienst genommen werden.
Jetzt ist ein neues Modell ange­kommen: Im Gerätehaus der Feuer­wache Pleißa steht nun das soge­nannte LF-KatS (Löschfahrzeug des Katastrophenschutzes). Dieses kann sowohl überregional bei Katastro­phen, wie schwere Brände oder Hochwasser, eingesetzt als auch von der Feuerwehr Limbach-Oberfrohna für Löscheinsätze genutzt werden.
Das 223.000 Euro teure Fahrzeug hält dabei vieles bereit, was im Ka­tastropheneinsatz benötigt werden könnte: von der Feuerwehraxt über Atemschutzgeräte, Bolzenschnei­der, Ölbindemittel, Abschleppseile, Tragetücher, Hydrantenschlüssel, 600 Meter Schläuche, analoge und digitale Funkgeräte bis hin zu einer Tragkraftspritze mit einer Leistung von mehr als 1500 Litern pro Minu­te. Mit einem Löschmittelbehälter von 1000 Liter Inhalt und der Gelän­defähigkeit eignen sich die Fahrzeu­ge auch besonders zur Waldbrand­bekämpfung, erklärt Marcel Philipp, der Zugführer für den Katastrophen­schutz.
Im Innenraum des neuen und 272 PS-starken Löschfahrzeuges fin­den neun Einsatzkräfte Platz. In der Limbach-Oberfrohnaer Feuerwehr gibt es derzeit 24 Personen, die im Katastrophenschutz eingesetzt wer­den. „Jeder, der aktiv in der Feuer­wehr ist, kann mit 18 Jahren in diesen Bereich gehen", sagt Marcel Phil­ipp.
Doch nicht nur das Katastrophenschutzfahrzeug ist neu bei der Feuerwehr Limbach-Oberfrohna. In den vergangenen Wochen wurde sich auch um das Sirenensystem der Stadt gekümmert. Insgesamt zwölf Stück davon geben bei Bränden, Stromausfällen, Hochwasser, Un­wetter oder Chemieunfällen ein lau­tes Signal ab, um die Bevölkerung in außergewöhnlichen Gefahrensitua­tionen schnell zu warnen. Regelmä­ßig am zweiten Mittwoch eines Mo­nats wird um r 5 Uhr ein Probealarm ausgelöst, um die Funktionsfähig­keit der Anlagen zu überprüfen. Um das Warnsystem in der Stadt auf den aktuellen Stand zu bringen, wurde kürzlich die Sirene auf dem Geräte­haus der Ortsfeuerwehr Limbach durch eine leistungsstärkere Anlage mit größerer Reichweite ersetzt. Die Sirene funktioniert digital und kann laut Silvio Pester, dem stellvertreten­den Wehrleiter Limbach-Oberfrohnas, einen einminütigen durchge­henden Warnton erzeugen. „Das können die alten Sirenen nicht, sie laufen immer im Dreier-Intervall", erklärt er weiter. Die neuen Sirenen seien zudem lauter als die alten - das helfe, weil viele moderne, gut iso­lierte Fenster das Signal zunehmend dämpfen würden - und könnten, laut Pester auch Sprachnachrichten an die Bevölkerung senden.
„Wir können zum Beispiel Durchsagen wie „Halten Sie Fenster und Türen geschlossen" oder War­nungen bei Wetterextremen heraus­geben", erläutert Silvio Pester. Zu­dem gewährleisteten die neuen Sire­nen die volle Funktionsfähigkeit bei einem Netzausfall über mehrere Ta­ge. Doch das ist nicht die einzige Er­neuerung, die bei der Warntechnik erfolgt ist. Denn eine zweite neue Anlage dieser Art ist auf einem 16 Meter hohen Teleskopmast am Ju­gendhaus Rußdorf installiert wor­den. Sie soll laut Feuerwehr auch dort die Alarmierungsmöglichkeiten der Bevölkerung im Ortsteil ver­bessern. Vor wenigen Tagen war dann noch Bräunsdorf an der Reihe: eine neue elektronische Sirene auf dem Rathaus wurde errichtet.    Sh. auch >hier<
Quelle: „Freie Presse" vom 14.11.2020
Vor der Feuerwache Plei▀a
 
145 Jahre FFW Plei▀a
Feuerwehr Pleißa beging Jubiläum
Ihr 145-jähriges Bestehen konnte die Ortsfeuerwehr Pleißa am 10. September feiern. Dazu gab es eine Veranstaltung in der Fahrzeughalle des Gerätehauses, zu der Ortswehrleiter Marcel Philipp neben Bürgermeister Robert Volkmann als Vertreter der Stadt auch Mario Legies vom Kreisfeuerwehrverband und den amtierenden Gemeindewehrleiter Tho­mas Luderer begrüßen konnte. Natürlich nahmen ebenso Ortsvorsteher Holger Schmeißer und Vertreter der Pleißaer Vereine sowie benachbarter Wehren gerne an der Veranstaltung teil. Zuerst lud Marcel Philipp zu einem Rückblick in die Geschichte der 1876 als Feuerlöschverein von Bürgern gegrün­deten Wehr ein. „Das erste Spritzenhaus stand auf dem Schulberg, wo jetzt der Spielplatz ist. Das heute genutzte Ge­bäude wurde aus Geldmangel in der Zeit von 1925 und 1929 erbaut und schließlich 1930 eingeweiht. 2001 wurde es durch die Stadt schmuck saniert und mit Anbau einer Fahrzeughalle an die Kameraden übergeben. Natürlich gab es dabei und auch in den letzten Jahren viel Eigenleistung durch die Pleißaer Kameraden. Erst in den letzten Wochen wurde der Schulungsraum renoviert und die Fahrzeughalle neu gestrichen. Zudem konnten endlich moderne Rolltore eingebaut werden. Freuen können sich die Aktiven noch auf einen neuen Fußboden in der Halle und eine Stiefel­wäsche. Marcel Philipp dankte bei der Gelegenheit auch seinem Vorgänger Stefan Taubner, der nach 26 Jahren im April das Amt des Ortswehrleiters abgegeben hat. „Vielen Dank für die erbrachte Leistung und die nach wie vor große Hilfe", betonte er. Anschließend lud Ute Köhler, unterstützt von Steffen Reichl, zu einer unterhalt­samen Einlage ein: Sie trugen mit Unter­stützung der Gäste 37 Strophen eines in den 1920er Jahren entstandenen Ge­dichts zu den damaligen Kameraden vor, das sie anschließend dem Ortswehrleiter überreichte. In seiner Ansprache lobte Bürgermeister Robert Volkmann das En­gagement der Pleißaer Kameraden - egal ob bei den Einsätzen im Stadtgebiet, bei der zusätzlichen Mitarbeit beim Katas­trophenschutz des Landkreises und der Belebung des gesellschaftlichen Lebens im Ort. „Von allen ländlichen Ortsweh­ren haben Sie die meisten Kameraden und auch die meisten Einsätze - dafür mein herzliches Dankeschön", betonte er und sicherte die weitere Unterstützung durch die Stadt zu. Gemeindewehrleiter Thomas Luderer betonte, dass die drei wichtigsten Merkmale für das Funk­tionieren der Feuerwehr im Ehrenamt die erfolgreiche Nachwuchsarbeit, die Zahl der Aktiven und deren Beteiligung am Dienst sowie die Anzahl der Atem­schutzgeräteträger sei. Alles sei in Pleißa bestens erfüllt.
Auch Ortsvorsteher Holger Schmeißer dankte den Kameraden und überreichte Marcel Philipp augenzwinkernd eine historische Taucherausrüstung als Ge­schenk. Damit müssen die Kameraden ihn nun nicht mehr als Taucher zu Hilfe holen, sollte wieder einmal bei
einer Rettungsübung eine Puppe unter­gehen. Pfarrer Mika Herold betonte: „Die Feuerwehr lässt alles stehen und liegen und macht sich zu jeder Zeit auf den Weg, um den Bürgern zu helfen". Damit sich die Kameraden auch einmal erquicken können, überreichte er allen eine extra angefertigte Trinkflasche. Mit seiner Aussage: „Du bist der Richtige", brachte der frühere Ortswehrleiter Stefan Taubner seine Anerkennung für seinen Nachfolger zum Ausdruck. Mario Legies dankte stellvertretend für den gesam­ten Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes für die Einsatzbereitschaft und geleistete Arbeit und lobte ebenfalls die gute Nachwuchsarbeit. Im Reigen der Gratulanten und Geschenke stach der Heimatverein Pleißa besonders hervor: dessen Vorsitzender Michael Nessmann übergab eine schmucke Torte in Feuer­wehrfarbe sowie Aufschrift und Logo.    
Quelle: „Stadtspiegel" vom 14.10.2021
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