Pleißaer Kinderfeuerwehr startete in zweites Jahr
Der Helm passt schon „fast"
Pleißa(ABU). Mit zwei Neuzugängen startete die Pleißaer Kinderfeuerwehr am Samstag in ihr zweites Jahr. „Die Idee dazu haben wir uns von den Limbacher Kollegen „abge­guckt"", erzählte Katja Reichl, die gemeinsam mit Victoria Junghanß und Stefanie Kramer die Kindergruppe leitet. „Hier können Erst- und Zweitklässler in unseren Dienst hinein­schnuppern, bevor sie zur Ju­gendfeuerwehrwechseln."
Bislang gehörten vier Jungs und zwei Mädchen zum Pleißaer Nachwuchs, nun werden sie von Lukas und Till aus der 1. Klasse komplettiert. Erstaun­lich: Nur zwei der kleinen Feuer­wehrleute haben ein Familien­mitglied bei der Wehr: „Mir ge­fällt es, wenn sie mit Blaulicht losfahren.", oder „Anderen hel­fen macht einfach Spaß!", wa­ren die häufigsten Beweggrün­de, sich für dieses besondere Hobby zu entscheiden.
Die älteren Kameraden hoffen natürlich, dass der „Nach­wuchs" lange dabei bleibt: „Mädchen hören oft nach der Jugendfeuerwehr auf", stellte Kat­ja Reichl fest. „Dabei wollen wir gerade sie auch mit technischen Belangen vertraut machen, die sie vielleicht sogar für den Beruf brauchen."
Die Kindergruppe trifft sich meist am ersten Samstag im Monat für eine gemeinsame Stunde. Dabei steht jedes Mal ein neues Thema auf dem Pro­gramm: „Auf Wunsch der Grup­pe werden wir das Limbacher Gerätehaus besichtigen und ei­nen kleinen DRK-Kurs absolvie­ren.", so Katja Reichl.
Quelle: „Blick" vom 09.09.2009

 
Die Kinderfeuerwehr 2009
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Pleissa wie es ist
135 Jahre FFW Pleißa
Auf den Tag genau 135 Jahre nach ihrer Gründung hatte die Orts­feuerwehr Pleißa am 4. November zu einer Festveranstaltung ins Gerätehaus eingeladen. Dazu hieß Ortswehrleiter Stephan Taubner neben Oberbürgermeister Dr. Hans-Christian Rickauer und dessen Frau auch Ortsvorsteher Michael Nessmann, Gemeindewehrleiter Thomas Luderer sowie viele Vertreter befreundeter Wehren will­kommen. Stadtarchivar Christian Kirchner ermöglichte mit einem interessanten Vortrag einen Rückblick in die Geschichte der Wehr. Neben historischen Fotos hatte er in den Archivunterlagen auch das Protokoll zur Wahl der ersten Wehrleitung gefunden. Er berichtete, dass auf der Schulstraße l das älteste bekannte Spritzenhaus er­richtet wurde. Bereits zwei Jahre nach Gründung der freiwilligen Wehr konnte für 800 Mark eine neue Spritze gekauft werden. Das Engagement der Feu­erwehrkameraden und Dorfbevölkerung für ihre Wehr wird auch darin deutlich, dass für das Gerätehaus am jetzigen Standort zuerst ein Teich trockengelegt und der Bach verlegt werden musste. 2001 wurde eine zusätzliche Garage angebaut. Das Gerätehaus ist auch heute innen und außen tipp-topp in Schuss. In den Protokollbüchern, die vollständig über­liefert sind, hatte der Archivar auch einige unterhaltsame Anek­doten herausgelesen. Während früher die männlichen Dorfein-
wohner zum Dienst in der Feuerwehr verpflichtet wurden, war die Freiwillige Feuerwehr ein Verein. Die Mitglieder zahlten einen Mo­natsbeitrag von 10 Pfennigen, ab 1888 dann 15 Pfennig. Strafgelder wurden erhoben, beispielsweise 5 Pf. für ein Zuspätkommen und 10 Pf. für das Fehlen beim Dienst. Geld wurde auch für Verstöße gegen die Statuten fällig, etwa, wenn man nicht nüchtern zum Dienst erschien. Erstaunlich ist, dass das höchste Strafgeld erhoben wurde, wenn man bei Vergnügungsveranstaltungen fehlte. Denn neben Einsätzen und Übungen, bei denen die Einsatzbereitschaft der Wehr einmal im Jahr auch öffentlich unter Beweis gestellt werden musste, hatte die Kameradschaftspflege von jeher einen sehr hohen Stellenwert. Dazu gehörten in Pleißa Abendkränzchen, Schlachtfeste und Tannenbaumversteigerungen. Von den Strafgel­dern wurden außerdem Abendessen ausgerichtet. Auch heute noch leistet die Feuerwehr bei der Ausgestaltung des kulturellen Lebens einen großen Beitrag.
Oberbürgermeister Dr. Hans-Christian Rickauer verband mit seinen Glückwünschen einen herzlichen Dank für den unverzichtbaren Dienst der Feuerwehrkameraden, der Respekt und Anerkennung verdiene. Besonders lobte er die herausragende Nachwuchsarbeit, denn zurzeit sind neben den 30 Kameraden in der Ortswehr Pleißa auch 14 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr.
Quelle : „Stadtspiegel" vom 08.12.2011
Herzlichen Glückwunsch auch von www.pleissa-sachsen.de !

Ortswehrleiter Stefan Taubner
Ursache unbekannt: Öl verschmutzt Teich in Pleißa
Ein verunreinigter Zufluss hat in Pleißa zu einem Großeinsatz der Feuer­wehr geführt. 40 Kamera­den aus Limbach-Oberfrohna und Waldenburg waren im Einsatz. Die Kriminalpolizei ermittelt. - VON CHRISTIAN MATHEA -
Auch ges­tern roch es noch nach Öl am Gar­tenteich eines Pleißaer Grund­stücksinhabers. Feuerwehrleute wa­ren in seinem Anwesen im Einsatz. Mit Köchern schöpften sie Ölbindemittel von seinem Teich ab, in dem mehrere Karpfen ruhig im Wasser schwammen. Die Einsatzkräfte wollten verhindern, dass noch mehr Öl in den zehn Meter entfernten Schützteich abfließt. Dort versuch­ten ihre Kollegen, das Problem mit Ölsperren in den Griff zu bekom­men.
Der Pleißaer hatte am Donners­tag kurz nach 16 Uhr in seinem Gar­ten Gestank von Diesel oder Heizöl festgestellt und die Einsatzkräfte in­formiert. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Öl über einen Kanal bereits auf dem Schützteich ausgebreitet. „Als wir angekommen sind, war ei­ne richtige Ölschicht auf dem Teich", sagte Einsatzleiter Thomas Schmidt. „Wir hatten Glück, durch den Wind hat es die Ölschicht in ei­ne Ecke gedrängt."
Ein Großeinsatz mit 40 Kamera­den der Freiwilligen Feuerwehren aus Limbach, Oberfrohna, Pleißa und Wolkenburg folgte. Die Orts­durchfahrt Pleißa in Richtung Callenberger Ortsteil Meinsdorf musste von 17.15 Uhr bis 19.20 Uhr voll ge­sperrt werden.
Bis in die Nachtstunden hatten die Feuerwehrleute gearbeitet. „Auch um den Einlauf zum Pleißenbach haben wir eine Ölsperre ver­legt", erklärte Thomas Luderer, Wehrleiter von Limbach-Oberfrohna. Die Ölsperren würden an der Wasseroberfläche schwimmen und Öl aus dem Wasser aufsaugen.
Die Kriminalpolizei ermittelt we­gen Gewässerverunreinigung in ei­nem besonders schweren Fall. „Nach derzeitigem Kenntnisstand gelangte möglicherweise Heizöl oder Dieselkraftstoff über eine Feld­kanalisation in einen Fischteich und von dort über den Überlauf in einen weiteren, darunterliegenden Teich", erklärte Polizeisprecher Frank Fischer. Die Ermittlungen von Polizei und unterer Wasserbe­hörde im Landratsamt Zwickau dau­erten bis gestern Abend an. „Wir konnten bisher keine Einleitstelle feststellen", sagte der Polizeispre­cher. Die Wasserbehörde war ges­tern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Als Überwachungsbe­hörde ist sie für Bundes- und Landeswasserrecht zuständig.
Welches Ausmaß die Ölverschmutzung hat, konnte Luderer gestern noch nicht sagen. „Das ist sehr schwer einzuschätzen. Aber es ist sicher im l00-Liter-Bereich. Wir wissen noch nicht, was die Ursache ist. Das macht die Arbeiten sehr schwer", erklärte er. Etwa 300 Meter oberhalb des Grundstücks in der Nä­he eines Feldweges sei ein Sammler, der immer wieder voll laufe. Da die Farbe der Flüssigkeit rot sei, könne es sich um Heizöl handeln, so Lude­rer. Über das gesamte Wochenende werden die Feuerwehrleute regel­mäßig die Ölsperren austauschen.
Bei dem Schützteich handelt es sich um ein Gewässer, das zur Fisch­zucht verwendet wird. Für die Vo­gelwelt befürchtet Hobby-Ornithologe Dieter Kronbach allerdings kei­nen erheblichen Schaden. Im Win­ter gebe es generell nicht so eine gro­ße Artenvielfalt. „Der Teich wird über den Winter nicht genutzt und wurde im Herbst abgefischt", sagte Pleißas Ortsvorsteher Michael Ness­mann. Ebenso wie die Feuerwehr rätselt er, woher das Öl kommen konnte. „Dort oben gibt es eigent­lich keine Landwirtschaft mehr, nicht mal mehr private Bauern", sag­te er. An einen Fall von Wasserver­unreinigung von so großem Um-
fang in den Pleißaer Teichen könne er sich nicht erinnern. Nur im Pleißenbach habe es im Bereich Kandier vergangenen Herbst einen Fall gege­ben. Ursache damals war ein umge­stürztes Altöl-Fass.
Ein ganzes Stück weiter Richtung Niederdorf werden die Felder vom Wirtschaftshof Sachsenland bewirt­schaftet. Offenbar ist das Unterneh­men nicht Teil der Ermittlungen. „Wir wurden nicht von der Polizei befragt", sagte Geschäftsführer Jens Hofmann, (mit bj)
Quelle: „Freie Presse" vom 14. 01. 2012
 
Erneut Ölspuren in Pleißaer Teich festgestellt
Die Ursache für die Verunreinigung des Schützteiches in Pleißa ist noch nicht gefunden, da muss die Feuerwehr wieder ausrücken.
-VON CHRISTIAN MATHEA-
Pleißa - Rötlicher Schaum schwimmt auf einem Pri­vatteich und dem Schützteich in Pleißa, die Straße neben dem Gewäs­ser ist gesperrt und die Feuerwehr­kräfte versuchen, das Problem mit Ölsperren in den Griff zu bekom­men.
Genau eine Woche später und wieder das gleiche Bild.
Die erneute Verschmutzung wurde am Donnerstag kurz nach 19 Uhr gemeldet. Die Freiwillige Feuerwehr Pleißa war mit 18 Kame­raden im Einsatz. „Der Teich war fast noch stärker betroffen als vergange­ne Woche", sagt Wehrleiter Thomas Luderer. Es könne sein, dass die star­ken Regenfälle dazu geführt haben. Was die Ursache dafür ist, dass von dem Feld über der Straße Am Schützteich ständig ölige Flüssigkei­ten in die Teiche nachfließen, könne er allerdings noch immer nicht sa­gen. Die Feuerwehr sei für die Gefah­renabwehr zuständig, und das wer­de sie auch noch in den nächsten Wochen tun. „Zweimal täglich werden die Ölsperren kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht."
Seit Donnerstag vergangener Woche ermitteln Mitarbeiter der Kriminalpolizei und der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Zwickau. Doch offenbar bisher mit wenig Erfolg. Denn Näheres zu den Ursachen der mysteriösen Ölspur konnte auch ein Polizeisprecher ges­tern nicht sagen. Die erneuten Ol­spuren erklären sich die Ermittler ebenso wie die Feuerwehr durch das Wetter: „Möglicherweise führte der starke Regen dazu, dass die Flüssig­keit erneut über eine Felddrainage in den Teich geflossen ist. Zu ent­standenen Schäden liegen derzeit noch keine Angaben vor." Von der Unteren Wasserbehörde heißt es: Nach der Analyse der Wasserproben könne noch keine eindeutige Aussa­ge getroffen werden, ob es sich um Diesel oder Heizöl handelt. Sowohl die Ermittlung vor Ort als auch die Sichtung von Unterlagen zum Ver­lauf von Abwasserleitungen hätten keine Anhaltspunkte ergeben, die auf die Ursache hinweisen würden, so eine Sprecherin des Landratsam­tes. „Nach derzeitigem Kenntnis­stand wird davon ausgegangen, dass es sich um ein zurückliegendes Er­eignis mit begrenztem Umfang, zum Beispiel das Abfüllen von Hand, handeln könnte."
Quelle: „Freie Presse" vom 21. 01. 2012
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